JAPAN 2007    Online Reisebericht  

 

22.5.Hakone National Park mit Fuji - Kamakura- Yokohama - Tokyo

Um 5h früh ging unser Handywecker ab, wir wollten schauen, ob Fuji-san sich heute zeigen würde. Die Chance dazu hat man am ehesten in der Früh, wenn es noch kühl und klar ist. Er waren zwar leichte Umrisse und die schneebedeckte Spitze zu sehen, aber es war doch etwas zu diesig und dadurch kam Fuji am Foto leider nicht so richtig raus.

Hakone National Park

Nach den Frühstück ging es gleich zu den Schwefelquellen Owakudani. Hier rauchen und dampfen unzählige heisse Wasserlöcher und verbreiten blubbernd einen beissenden Gestank von faulen Eiern.

Schwefelquellen Owakudani

Schwefelquellen Owakudani

Aber hier gibt es auch eine Kuriosität: eine "Eierseilbahn", die die in den heissen Schwefelquellen gekochten und schwarz gewordenen Eier den Hügel hinunter bis in den Shop befördert. Dort kann man die schwarzen Eier dann im 6-er Pack kaufen. 

Schwefelquellen Owakudani: hier werden in der heissen Quelle Eier gekocht, die man dann kaufen kann...

...geschwärzt werden die heissen Eier entnommen....

....die Eier kommen in Drahtkörbchen...

...und werden mittels Eierseilbahn zum Geschäft transportiert....

"World famos Eier-Seilbahn"

...und ab gehts....

...hinunter....

 

nochmal die Schwefelquellen Owakudani...

 

Ashi -See

Danach fuhren wir mit dem Bus weiter nach Togenda am Ashi See, wo wir um 10h10 mit dem Piratenschiff auf die andere Seite des Sees fuhren. Am gegenüberliegenden Ufer angekommen, riss die Wolkendecke auf und gab einen atemberaubenden Blick auf den majestätischen Fuji-san frei.

 

Der Fuji - für die Japaner ein heiliger Berg, ist ein aktiver, aber ruhender Vulkan. Auf Grund dessen gibt es in diesem Gebiet auch fast täglich kleinere Erdbeben. Das letzte grosse Beben aber verzeichnete Tokyo und Umgebung am 1.9.1923. Statistisch gesehen finden diese "Big ones" alle 70 Jahre statt. Tokyo selbst erwartet - sozusagen - das nächste grosse Beben in den kommenden Jahren.  

In den Monaten August bis September ist es - mit wahrscheinlich Tausenden anderen - auch möglich, den Fuji zu besteigen. Es gibt diesbezüglich Touren mit Abfahrt ab Tokyo um 21 Uhr. Man wird dazu mit dem Bus zum Hakone Nationalpark und bis zur 5. Station des Fuji gekarrt.  Die eigentliche Besteigung beginnt um ca. 22h30 und man ist dann zum Sonnenaufgang um ca. 4h30 am Gipfel. Der Fuji hat jährlich ca. 1 Million Besucher, das Durchschnittsalter der Wanderer ist 60 bis 70 Jahre. Das deswegen, weil man als Japaner zwar zumindest einmal am Fuji gewesen sein "muss", aber viele eben erst später im Leben draufkommen. Eventuelle Unfälle passieren hauptsächlich beim Abstieg, da man am losen Vulkangestein leicht ausrutschen kann.  

Er ist da!!!!  Fuji-san in seiner ganzen Pracht

Fuji -san (auch bekannt als Fujijama)

In Hakone gibts aber auch das teuerste Cafe der Welt. Hier kostete vor Jahren eine Tasse Blue Montain Coffee bis zu 7500,- Euro - serviert in feinstem Porzellan und im Ambiente einer Kunstgalerie - umgeben von Monet, Dali, etc.. 

Wir fuhren weiter Richtung Tokyo und streiften unterwegs die Insel Inoshima (Stadtteil v. Kamakura - ca. 40km von Tokio entfernt). Hier war vor Jahren der dreckigste Strand Japans. Er galt damals wegen des vielen Drecks für die Japaner als Attraktion.

In Kamakura besuchten wir den Hasedera Tempel und den grossen Buddha, der mit einem Gewicht von 121 Tonnen und 13,30 Meter Höhe einer der grössten seiner Art ist...

 

Kamakura beim HasederaTempel

Kamakura beim HasederaTempel

Kamakura beim HasederaTempel

 

Kamakura beim Grossen Buddha

 

Grosser Buddha: 121 Tonnen schwer, 13,30 Meter hoch (ein Kunstwerk des Zen Buddhismus)  

 

Yokohama

Weiter gings nach Yokohama - das eigentlich nicht am Programm stand. Unser Reiseleiter meinte aber, er müsse uns unbedingt den Hafen zeigen, wenn wir schon mal da wären.

Yokohama hat 4 Millionen Einwohner und besitzt den grössten japanischen Hafen. Es gilt als Ausländerzentrum, die Stadt ist sehr Ausländerfreundlich, hier kann man sich relativ gut in Englisch verständigen (was nicht überall selbstverständlich ist). Es gibt unter anderem auch eine deutsche Schule und ein amerikanisches Krankenhaus. Die Hafenanlage bietet einen wunderschönen Blick auf die Skyline von Yokohama. Die Besonderheit des Hafens ist der geschwungene, wellenartige Holzsteg mit integrierten Grünflächen, der von den Einheimischen gerne für eine kurze Pause oder zum Entspannen und Sonnen genutzt wird. Nach einem kurzen Spaziergang auf den Holzdünen fuhren wir weiter Richtung Tokyo, wo wir gegen 18h ankamen und gleich im Hotel Crown Plaza Metropolitan eincheckten.

Hafen von Yokohama

Hafen von Yokohama

Tokyo

Tokyo bedeutet - übersetzt aus dem japanischen - TO= Osten Kyo=Hauptstadt

Wer hier als Uneingeweihter nach einer Adresse sucht, muss sich an die Polizei (=Koban) wenden. Die Häuser sind nämlich nicht fortlaufend durchnummeriert wie bei uns. Die Nummerierung erfolgt nach Entstehungsdatum (!!!)  

Der Wohnungspreis für eine 3 Zimmer-Wohnung in Tokio mit 55-60 m2 in guter Lage liegt bei ca. 800-900,- Euro netto plus Betriebskosten. Der durchschnittliche Verdienst der Angestellten ist um ca. 10% höher als bei uns.

 

Nachdem wir um ca. 18h das Hotel erreicht und unser Zimmer bezogen hatten, machten wir noch einen Bummel nähere Umgebung des Hotels.

 

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