JAPAN 2007    Online Reisebericht  

 

20.5. "Power Sigthseeing"  - Hiroshima im Zeitraffer / Miyajima

Nach dem Frühstück um 7h mussten wir um 7h30 die Koffer in der Lobby bereitstellen, da sie wieder verschickt wurden. Wir würden sie erst am nächsten Tag abends im Hakone Nationalpark wieder bekommen. Das heisst, heute stand wieder eine Shinkansen Fahrt auf dem Programm......

Um 8h40 war dann Abfahrt per Taxistaffel Richtung Bahnhof. Das ging immer folgendermaßen vor sich: wir teilten uns in Vierergruppen auf, einer jeder Vierergruppe bekam vom Reiseleiter 1000 Yen für die Bezahlung der Fahrt zum Bahnhof.

Um 9h30 war per Regionalzug die Abfahrt nach Hakata (Ankunft dort um 11h18), dann erfolgte um 11h59 die Weiterfahrt mit dem Shinkansen  nach Hiroshima. In Hiroshima war eigentlich kein Aufenthalt bzw. keine Besichtigung geplant.  Die Stadt war nur als Zwischenstation zum Umsteigen gedacht. Unser Reiseleiter konnte es dann aber doch organisieren, dass wir in den ca. 2 Stunden, die wir maximal zur Verfügung hatten, den Atombomendom, den Peace Memorial Park und das Museum ansehen kommten. Also wirklich eine Super Reiseleitung und eine Super Planung!! Es wäre wirklich schade gewesen, wenn wir von der Stadt nur den Bahnhof gesehen hätten. Nachdem wir also in Hiroshima angekommen waren, gings zum "Power Sigthseeing" (Zitat vom Reiseleiter) - sprich  - Hiroshima im Zeitraffer.

Hiroshima - der Atombomben-Dom

Hiroshima - der Atombomben-Dom

Peace Memorial Park - Gedenkpark in Hiroshima

Hiroshima - der Atombomben-Dom

Fähre nach Miyajima

Miyajima - die heilige Insel liegt in der Inlandsee  und ist bekannt durch das berühmte rote Tor des Itsukushima - Schreines, das sich bei Flut rot glänzend im Wasser spiegelt. Auf der Insel begrüssten uns - wie in Nara - frei herumlaufende Rehe die nach Futter bettelten.

Ein paar davon hatten einen Japaner "in der Mangel", ein Rehbock zerrte an seinem T-Shirt - scheinbar schmeckte es ihm - als der Japaner dann den Rehbock verscheuchen wollte, wurde dieser agressiv und ging mit dem - zwar erst angedeuteten und noch nicht voll ausgewachsenen Geweih auf ihn los, umschwärmt von anderem Rotwild

Das Tor des Itsukushima Schreines war leider wegen Hochebbe nicht im Wasser, sondern stand frei im Sand. Angeblich wäre es gegen Mitternacht möglich, das Tor im Wasser zu sehen...

Itsukushima - Schrein

 

Tor des Itsukushima - Schreines

Itsukushima - Schrein

Tor zur Haupteinkaufsstrasse von Miyajima

Unser heutiges Hotel war das Makoto Ryokan (Ryokan = japanisches Gästehaus). Die Gästezimmer der Ryokans sind mit Reisstrohmatten (Tatami) ausgelegt und vermitteln den Lebensstil früherer japanischer Wohnhäuser.  Im Zimmer lag auch für jeden Gast ein Kimono bereit, den wir dann zum Abendessen trugen. Beim Kimono ist es wichtig, ihn zuerst von links nach rechts einzuschlagen und dann erst von rechts nach links zu schliessen. Anders (bzw. in umgekehrter Reihenfolge) bestattet man nur die Toten.

Das Gästezimmer wird nur ohne Schuhe oder mit den bereitgestellten Hauspantoffeln betreten. Fürs WC gibt es eigene WC-Pantoffeln, die auch nur dort getragen werden.

 

Unser Zimmer im Ryokan - hinter den Papierfenstern verbirgt sich ein noch kleiner Tisch und 2 (westliche) Stühle.

  

Wir leben noch! Trotz falsch gebundenen Kimonos :-))

Nach dem Stadtbummel (in der Haupteinkaufsstrasse ist auch der grösste Reislöffel der Welt ausgestellt) erwartete uns im Ryokan ein original japanisches Abendessen.  Es war dabei möglich, schon vorher bekanntzugeben, ob man sein Essen vegetarisch, ganz ohne Fisch oder nur ohne rohen Fisch haben möchte. Ich entschloss mich dazu - da ich mit Fisch keine besondere Freude habe - gänzlich auf Fisch zu verzichten. Kurti machte "das volle Programm" mit, als da wären: verschiedene rohe Fischsorten, rohe Garnele, roher Thunfisch, gekochte Jakobsmuschel, gekochter Flusskrebs, Entenbrust, vergorene Bohnen, Miso Suppe, Nudelsuppe, Fischsuppe, Reis, Tempura (gebackenes Fischsorten) und allerlei so Spezialitäten.

Das fischlose Menü bestand aus Tofu-Sushi,  Tofu mit Algen, vergorene Bohnen (ziemlich schleimig und ziehen beim Essen Fäden, sind aber vom Geschmack her OK  - wenn da nicht das schleimige Gefühl im Mund wäre) irgend so ein schlabbriges Gelee mit schwarzen Punkten drin, Salzpflaumen, Miso Suppe, Nudelsuppe 8+(guuuut!), Reis, süsse Aubergine (sehr gewöhnungsbedürftig), Entenbrust, gekochtes Rindfleisch, Gemüse Tempura, Fischsuppe, etwas, das nach Vanillepudding aussah, aber salzig schmeckte (mit so komischen Knöllchen als Inhalt, die beim reinbeissen spritzten), diverses Gemüse etc. Als Nachtisch gabs für alle einheitlich Mangocreme mit Sahne und eine Grapefruit.

Diesmal im richtig gebundenen Kimono :-))

Die "Fischfraktion"

Na Du - lebst Du noch...?

Und jetzt ohne das Getier....

    

....hier fischlos....

Im lila Schälchen: vergorene Bohnen (sehr schleimig!!)

Tofu in verschiedenen Variationen

Tor des Itsukushima - Schreines (ca. 22h30 - diesmal im Wasser)

In der Zwischenzeit wurde unser "Bett" hergeräumt - etwas härter als normal.

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