JAPAN 2007    Online Reisebericht  

 

Vorwort 

Wie in aller Welt kommt Ihr auf Japan, wurden wir von den meisten gefragt. Nun, nachdem wir im Vorjahr eine China Rundreise mitgemacht hatten und total begeistert davon waren, überlegten wir zuerst, nochmal China zu bereisen, allerdings wollten wir diesmal natürlich eine andere Routenführung als 2006 buchen. Wir hatten auch wieder einige Kataloge studiert, aber bei sämtlichen Rundreise-Angeboten wiederholten sich mehr oder weniger die Highlights, die wir schon im Vorjahr gesehen hatten.

Die zweite Möglichkeit, die wir in Betracht zogen, war eine Reise nach Tibet. Wieso es Tibet nicht wurde, weiss ich auch nicht, jedenfalls fiel uns irgendwann ein Japan Katalog in die Hände und da hatten wir dann wohl Feuer gefangen.....  Und das, obwohl Japan als eines der teuersten Länder der Welt gilt.

Vor einigen Monaten begann ich mich in diversen Japan Foren im Internet über unsere bevorstehende Reise zu informieren. Überraschenderweise meldete sich ein Pärchen aus Berlin, die auch eine Japan Reise gebucht hatten und die zur selben Zeit, die gleiche Route wie wir machen würden. Nachdem ich schliesslich vor 2 Wochen unsere Reiseunterlagen vom Reisebüro geholt hatte, stellte sich heraus, dass die beiden wirklich und wahrhaftig mit uns in der gleichen Reisegruppe sein würden. In diesem Sinne.... liebe Grüsse an Petra und Gito!

Urlaubsbeginn...

Ich hatte bereits eine Woche vor Abflug Urlaub. Die letzen Tage vergingen wie im Flug. Samstag verbrachte ich die Zeit damit, das Notebook soweit klar zu machen und die Koffer zu packen, sowie die mitzunehmenden Sachen zusammenzusuchen. 

Abflug 13.5.2007

Um kurz nach halb acht Uhr morgens gings mit dem Taxi zum Grazer Flughafen. Der Taxifahrer schien kein Morgenmensch zu sein, jedenfalls war die Frage wohin wir wollten, die einzige, die er uns stellte.

Am Flughafen war noch nicht viel Betrieb, wir konnten auch gleich unser Gepäck einchecken. Danach setzten wir uns ins angeschlossene Restaurant auf einen Espresso, und genehmigten uns einen Schinken-Käse Toast, bzw. Ham and Eggs. Kurz nach 9h45 kamen meine Eltern, um uns für 13 Tage zu verabschieden. 

 Beim Gate wurde meine Handtasche mit all dem technischen Equipment (Handy, MDA-Pro, Kamera und Videokamera, sowie massenweise Akkus) genau unter die Lupe genommen. Danach gings nach kurzer Wartezeit ins Flugzeug. Pünktlich um 10h30 hoben wir schliesslich ab in Richtung Frankfurt. An Bord gabs ein kleines trockenes Brötchen mit Käse. Ein wahrer Hochgenuss! 

Nach etwas über einer Stunde Flugzeit erreichten wir schliesslich wohlbehalten Frankfurt. Nachdem wir fast 2 Stunden Zeit hatten (Weiterflug war erst um 14 Uhr), führte unser Weg in Richtung Business Lounge, wo wir mit unseren Frequent Traveller Cards von Lufthansa Miles&-More unbegrenzten Zugang hatten. Dort hatten sie gerade das "Mittagsmenü" aufgetischt. Es gab zur freien Entnahme Chili Con Carne, Brote mit Topfenaufstrich, Kekse, Obst, Nüsse und Knabbergebäck.  Um ca. 13 Uhr verliesen wir dann die Lounge frisch gestärkt und machten uns auf zum Abflugsgate, wo uns Petra und Gito (zwei gaaaanz nette) schon entgegen winkten... 

On Board gab es dann Truthahnbrust oder Schweineschnitzel zur Auswahl (beides war sehr gut). Nur die beiliegende abgepackte japanische Sauce war für unseren Gaumen ungeniessbar und "fischerlte" ganz schön. Danach gab es belegte Brote zum selbst-nehmen und schliesslich kurz vor der Landung in Osaka gab es noch ein gutes Frühstück. Geschlafen habe ich während des Fluges diesmal nicht besonders viel, erstens waren die Sitze ungemütlich und zweitens war es überdurchschnittlich warm. Dafür waren die WCs etwas grösser als normal und befanden  sich in dieser Maschine ein Stockwerk tiefer (unter dem Passagierraum). 

Bei der Ankunft in Osaka erwartete uns und die anderen der Gruppe schon unser SUPER Reiseleiter Joachim – und NATÜRLICH ein Starbucks Coffee Shop.  Die freundlichen Japanerinnen im Coffeeshop verstanden so gut wie kein Englisch, erzählten mir aber einiges auf japanisch, was ich allerdings wieder nicht verstand…

Osakas Flughafen - zugleich Wunder und Katastrophe, kostete 15 Milliarden Dollar und ist bekannt als das grösste verlustbringende Projekt der Welt.  Er wurde auf einem Haufen Schutt erbaut, 3 Berge wurden dafür abgetragen, 5000 Stahlsäulen als tragende Stützen errichtet und trotzdem sank er in den letzen13 Jahren um 12 Meter. Er hat deswegen auch die teuersten Landegebühren der Welt.

Am Flughafen wartete schon unser Bus, mit dem wir ca. 2 Stunden weiter zu unserem ersten Hotel nach Kyoto fuhren.

Angekommen im Aranvert Hotel, mussten wir etwas warten, da wegen unserer relativ frühen Ankunft (es war erst ca. 11h) unsere Zimmer noch nicht fertig gereinigt waren. In der Zwischenzeit zeigte uns unser Reiseleiter die nähere Umgebung des Hotels. Nach ca. einer halben Stunde war es dann soweit und wir konnten unsere Zimmer beziehen. Das Hotel Aranvert verfügt in allen Zimmern über einen Gratis- Breitband Internet Anschluss. Und - für den besonderen Komfort (Japan ist ja technisch sehr fortschrittlich) ein WC, “das es in sich hat”. Nämlich eine eingebaute “Spülung” (für den der grad drauf sitzt), eine Lufttrocknung, sowie einen beheizten Sitz (der allerdings sehr gewöhnungsbedürftig ist).

 

Knöllchen: In Japan bekommen sogar falsch geparkte Fahrräder Strafzettel! Der Besitzer muss innerhalb einer Frist sein Rad entweder entfernen, oder sonst wird es abgeschleppt. Fahrräder fahren in Kyoto prinzipiell am Gehsteig und haben auch Vorrang vor den Fussgängern.

Heute gings zum buddhistischen Tempel, der ausschliesslich aus Spenden der Gläubigen erbaut wurde. Ärmere Leute, die sich nicht leisten konnten Geld zu spenden, spendeten stattdessen ihre Haare, aus denen dann ein dickes Seil gedreht wurde, um die für den Bau verwendeten Holzpfosten in die Höhe zu hieven.

Danach gings in einen buddhistischen Garten… mittlerweile hatte es um die 28 Grad…

  

Im Anschluss daran besuchten wir den gigantischen neuen Bahnhof von Kyoto, der vor kurzem um 2 Milliarden Dollar errichtet wurde.

Bahnhof von Kyoto

   

Danach wurden wir in “Freiheit” entlassen.  Unser Guide meinte schon vorher, wir hätten während der Rundreise so gut wie keine Freizeit, weil das Programm äusserst dicht gedrängt wäre. Deswegen sollten wir den Rest des heutigen Nachmittags so richtig geniessen. Der erste Weg führte uns auf Essensuche. In der Bahnhofshalle genehmigten wir uns im Café Du Monde (ursprünglich gabs dieses Café in New Orleans) leckere “Beignets” (heisses Germteiggebäck mit Puderzucker bestreut). Danach kehrten wir in ein japanisches Restaurant ein, wo wir gebratenen Reis, mageres Schweinefleisch und sogenannte “Gyoza” (Teigtaschen mit Kohl und Fleisch gefüllt – LECKER!!) zu uns nahmen.

 

Strassen von Kyoto..

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