Australien 2005
7.5.2005  Cairns - Great Barriere Reef

Heute gings mit Compass - Tours aufs "Great Barrier Reef", das hiess erstmal früh aufstehen.. Um 7h45 mussten wir bei der Marina sein zum Boarding. Die gleiche Tour hatten wir schon im Vorjahr gemacht, Compass ist einer der günstigsten Anbieter, die Tagestour zum Riff kostet AU$ 60,- (€ 36,-) bei den anderen Anbietern zahlt man das Doppelte oder noch mehr für  die gleiche Leistung. Also falls jemand von Euch mal nach Cairns kommt, wir können Compass vom Preis- Leistungsverhältnis her wirklich wärmstens empfehlen.

Wir hatten uns einen schönen Tag ausgesucht, hatten also Glück mit dem Wetter, einen Tag vorher wars ja nicht ganz so schön. Am Boot gabs gleich mal einen Begrüssungskaffee und dann wurden wir in die Sicherheitsrichtlinien eingewiesen. Danach folgte eine Erklärung über das Schnorcheln und Tauchen, die Handzeichen die es gibt, dass man im Wasser auf keinen Fall winken sollte, da das als Hilferuf angesehen wird, dass man vor Verwendung der Taucherbrille mal kräftig reinspucken sollte, um sie anschliessend mit Meerwasser auszuspülen, da sie sonst unter Wasser anläuft, usw.....

Dann bekamen wir unsere Schnorchelausrüstung und die"Wetsuits" (Neoprenanzüge). Meiner hatte Ärmel, die mir fast bis zu den Knien hingen, ich liess mir dann einen mit kurzen Ärmeln geben.  Kurti bekam vom Instructor einen neuen Namen: "Fabio", scheinbar hatte er irgendeine Ähnlichkeit mit irgendwem.

 

 

"Fabio" und ich im Wetsuit (Neoprenanzug) - ein Schutz gegen die scharfkantigen Korallen

Am Riff angekommen gings gleich mal ins Wasser zum Schnorcheln. Unzählige bunte Fische und farbenprächtige Korallenstöcke gabs überall und sogar ein 2m langer Riffhai trieb sich dort herum... Am Boot gab es auch die Möglichkeit sich für eine Gratis- Taucheinführung anzumelden (10 Minuten zum "reinschnuppern"), das konnte ich mir natürlich nicht nehmen lassen.... und ich muss sagen, es war ein Erlebnis.... ich hätte es mir aber auch schwerer vorgestellt. Das einzige Problem war, dass man als "Neuling" den Druck an den Ohren - trotz Druckausgleich - ganz schön spürt.

Ich bekam also einen Bleigürtel umgeschnallt, dann die Sauerstoffflasche umgehängt und rein gings ins Wasser. Zuerst mal die Übung "Bubbels machen" - Mundstück raus  (alles unter Wasser) und das Wasser aus dem Mundstück wieder entfernen, indem man kräftig reinpustet. Dann das Innere der Taucherbrille vom Wasser befreien (oben festhalten und mit der Nase kräftig reinpusten), Druckausgleich mit den Ohren üben. Und dann kam die "55 Dollar Frage",  macht man einen 30 minütigen Tauchgang mit? Ich musste das natürlich mitmachen, erstens ist bei uns sowas viel teurer und zweitens wie oft hat man die Möglichkeit am Great Barriere Reef zu tauchen.....? "Fabio" fungierte inzwischen als Fotograf.

 

Mein erster Tauchgang mit Sauerstoffflasche (Scuba -Diving)

Und was ich gesehen habe? Im Grunde genommen das Gleiche wie beim Schnorcheln, aber allein das Tauchen selbst ist ein Erlebnis für sich, das süchtig machen kann.... Einmal am Meeresgrund zu stehen und in eine Riesenmuschel zu greifen, die sich dann langsam schliesst, eine Seegurke mit samtiger Oberfläche anzugreifen und das überwältigende Gefühl unter Wasser "normal" atmen zu können, das alles und noch mehr, dafür habe ich gerne die AU$ 55,- (€ 33,-) ausgegeben.

 

Kurz vor der Rückfahrt dann gabs am Boot noch "Boomnetting". Ein Netz wurde an der Rückseite des Bootes raus gelassen, 6 Jungs traten als "Stabilisator" auf und mussten das Netz so "fixieren" . Keine Frage, dass dabei eine Menge Wasser geschluckt wurde.

"Boomnetting" The Wild Ride - ein Mordsspass  (besonders wenn man zusieht wie die anderen Wasser schlucken :-)))

Dann kamen die Mädels... die mussten sich auch ins Netz werfen und los ging die wilde Fahrt....

 

Im Hintergrund fuhr ein Boot mit, das die unterwegs "Verlorenen" wieder aus dem Wasser holte....

Ankunft in Cairns

Und so ging ein schöner und ereignisreicher Tag zuende.....

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