Australien 2005

27.4. 2005 Abflug - oder die Tücken der Technik....

Vormittag hiess es die letzen Sachen zusammenpacken, das ganze Kabelgewirr fürs technische Equipment verstauen, Adapter, Ladegeräte usw.

Man könnte meinen, eine Filmcrew geht auf Reisen. Ich hatte mich kurzfristig entschlossen auch mein heissgeliebtes A925 (für die "Unwissenden" - das ist mein Alleskönner-Zweithandy) mitzunehmen.  So ausgerüstet gings also los Richtung Airport, chauffiert durch unseren Nachbarn, Herrn Bauer. Dort angekommen, hiess es erstmal den Neubau begutachten... dann flotten Schrittes ins Restaurant, immerhin war ja schon früher Nachmittag und Zeit, sich was hinter "die Kiemen zu schieben"...   Anschliessend gings zum Check-in, kurz danach trafen meine Eltern ein, um uns für 4 Wochen zu verabschieden.

 

Dann der Abflug... an Bord gabs ein Käsesandwich, das für unsere Verhältnisse viel zu klein geraten war. Schön ruhig gings dahin, bis nach Frankfurt. Dort angekommen musste ich gleich mal mein Sony Handy "anwerfen" um zu sehen ob das Roaming (telefonieren im Fremdnetz) mit der Wertkarte von Tele2 auch funktioniert. Leider Fehlanzeige... wie versprochen, so gebrochen... man bekam zwar die verfügbaren Netze brav angezeigt, aber das war auch alles, was ging.... ausser Notrufen -  und ich weiss nicht, ob "Hilfe mein Handy bucht sich nicht ein" zu dem zählt, was man unter einem Notruf versteht. So musste ich also mein A925 in Betrieb nehmen, mit der etwas teureren T-Mobil Roaminggebühr.  Mein Kollege war so nett und rief - nachdem ich ihn verständigt hatte, dass ich mit Tele2 nicht roamen kann - bei derTele2 Servicestelle an. Es wurde versprochen, die Nummer freizuschalten und das Ganze würde noch eine halbe Stunde dauern, aber dann sollte es funktionieren.  Leider aber wieder Fehlanzeige..... 2, 3, 4 Stunden vergingen.......nur Notruf möglich. Da lob ich mir T-Mobil - alt aber gut - und verlässlich. Aber was solls, wir machten uns auf den Weg in die Business Lounge von Lufthansa, da wir als "Frequent Flyer" mit unseren Miles&More Karten dort Zutritt hatten. Wieder Fehlanzeige, nach Durchsicht unserer Flugscheine sagte die Lufthänsin, wir könnten mit unseren Quantas Tickets leider nicht zu den "oberen Zehntausend", dadurch dass wir nicht mit einer Partnerairline fliegen, sollten wir uns wieder zur "Holzklasse" begeben. Sie sagte das natürlich nicht so direkt, sondern freundlich und bedauernd, sowie es sich für eine Lufthänsin geh ört. Als Entschädigung fanden wir einen Internet Terminal, wo ich gleich die Möglichkeit nutzte an Tele2 zu schreiben. Die Tastatur hakte derart, dass man fast Hammer und Meisel benötigte. um die einzelnen Tasten zu bedienen.

Naja, wir mussten uns dann sowieso schön langsam auf den Weg machen um zu unseren Bordkarten zu kommen, da sie in Graz nicht ausgestellt werden konnten - da sag mal einer, im Computerzeitalter ist fast alles möglich....Als alte Hasen in Bezug auf Frankfurt Airport würde das aber bestimmt kein Problem darstellen - so dachten wir jedenfalls. Dass sich das alles aber in einem anderen Terminal "abspielte" und wir wie verrückt gewordene Hühner herumlaufen würden, bis wir endlich an den Quantas-Schalter kommen würden, das hätten wir uns nun wirklich am wenigsten gedacht....

Dann hatten wir endlich unsere Bordkarten in der Hand, gingen durch die Sicherheitskontrolle, Laptop raus - Laptop rein, nächster Sicherheitscheck, Laptop wieder raus, Schuhe aus, Gürtel ab, Kopf noch dran..  Dann Laptop Sprengstofftest, der freundliche Zollbeamte fragte glatt noch, ob wir aus der Musik- oder Showbranche kommen, weil wir anders aussehen, als die anderen Business-Reisenden.  Also Laptop = Businessreisender :-)

28.4. oder das Hühnchen des Schreckens......

Im Flugzeug bekamen wir dann wahlweise Lamm oder Hühnchen als Menü serviert. Wer mich kennt, wird wissen, dass ich mich natürlich für Hühnchen entschied. In Vorfreude öffnete ich die Alufolie, und kostete ein Stück .......Oh Graus... alles war mit einer grauenhaften Minzsauce übergossen, nicht mal der Reis war in meinen Augen geniessbar, aber über Geschmack lässt sich ja streiten...  Kurti war ganz zufrieden mit seinem Lamm und verzehrte auch noch zu guter Letzt mein angeknabbertes Minz-Hähnchen. "Ist doch ganz gut - ich weiss nicht, was Du hast".

Daraufhin sind wir dann Eingeschlafen... ob das die Minze war?

Kurz vor Landung in Singapur gabs aber ein vorzügliches Frühstück, einen Film sah ich mir auch noch an, weiss aber den Titel nicht mehr. Ausserdem versäumte ich den Schluss, wegen der Landung. Am Flughafen dann wieder der erfolglose Versuch mit Tele2 einzubuchen, ich konnte tun was ich wollte, es ging einfach nicht..

Immerhin gabs einen gratis Internet - Terminal mit Breitbandanschluss. Ich kaufte mir in einem Elektronik-Shop ein ausziehbares Ethernetkabel, da ich das 15m Kabel von Zuhause nicht im Urlaub mitschleppen wollte. Nachdem ich meine Mails abgerufen und an Tele2 gemailt hatte, mussten wir noch einen Espresso trinken gehen, dann gings zum Gate.

29.4. Schlafenszeit für ca. 6 Stunden auf dem Flug nach Brisbane...

Unsere Ankunft in Brisbane ging problemlos vonstatten. Nach den Zollformalitäten gingen wir gleich mal auf die Suche nach dem Servicedesk für unser Alamo Leihauto. Nachdem wir alle anderen Anbieter fanden, nur nicht Alamo rief ich mal die in den Reiseunterlagen angegebene Alamo- Kontaktnummer an. Dort wurde mir gesagt, dass alle Alamo Reservierungen über Europcar abgewickelt werden würden. So also hin zum Schalter von Europcar mit unserem Voucher ....

Der Angestellte dort meinte mit der Reservierung sei alles OK und ob wir wüssten, dass von Brisbane nach Darwin AU$ 880,- (ca. € 528,-) Einweggebühr zu zahlen seien. Ausserdem kämen noch zur Reduktion des Selbstbehaltes im Falle einer Beschädigung des Autos AU$ 19,- (ca. € 11,40) pro Anmiettag dazu. Dies um den Selbstbehalt von AU$ 3000,- (ca. € 1800,-) auf AU$ 330,- (ca. € 198,-)  zu reduzieren. Nun war es aber so, dass wir das All Inclusive Paket gebucht hatten, was auch die Reduktion des Selbstbehaltes einschloss. Und als Einweggebühr wurden uns vom Reisebüro AU$ 550,- (ca. € 330,-) angegeben.

Deswegen leicht schockiert - immerhin waren das statt AU$ 550,- über AU$ 1600,- (ca. € 960,-) an Gesamt-Zusatzkosten - suchte ich in den Unterlagen nach einer Kontaktnummer von Meiers Weltreisen und rief dort an. Ein freundlicher Herr, Herr Burgart versprach sich gleich am nächsten Tag darum zu kümmern, momentan könne er leider nichts tun, da es in Deutschland gerade Mitternacht wäre. Wir sollen uns keine Gedanken machen, wir müssten auf jeden Fall nicht mehr zahlen, als die ausgemachte Einweggebühr. Solchermassen halbwegs beruhigt nahmen wir dann unser Leihauto entgegen, einen weissen Ford Falcon.

Und los gings Richtung Westfield Shopping Center, wo wir mal unsere Einkäufe für die nächsten Tage erledigen wollten. Zuerst gabs aber mal ein Frühstück mit allem Drum und Dran. Dann gings rein in die Shoppingmall, erstmal einen Prepaid Internet Kid (vorausbezahlter Internetzugang über Optusnet) und einen zweiten Stromadapter besorgen, damit wir unser technisches Krimskrams auch laden konnten. Gegen Mittag verliessen wir dann vollbepackt mit Waschzeugs (Shampoo, Haarbalsam, Lotion, Seife etc. ) die Mall und fuhren weiter Richtung Noosa Heads.

Dort gings dann müden Auges erstmal zur "Kaffeetränke" , so einen Jetlag wie diesmal hatte ich auch noch nie... ich konnte fast die Augen nicht mehr aufhalten und schlief fast im Stehen ein, während ich vor der Espressomaschine stand und auf meinen Muntermacher wartete.

Aber der Tag sollte noch lange dauern.... Wir schmöckerten noch einige Geschäfte in Noosa Heads durch, kauften uns 2 Liegetücher für den Strand und dann gingen wir auf Zimmersuche...  Eigentlich wussten wir ja schon wo wir hinwollten, ins "The Sound Appartments" , wo wir schon voriges Jahr waren. Wir hatten Glück und bekamen das letzte Zimmer.

Dann machte ich mich daran, den Internetzugang zu konfigurieren. Scheinbar war ich so müde, dass ich über einen kleinen Fehler in den Einstellungen des Modems stolperte, jedenfalls mühte ich mich stundenlang damit ab, eine Verbindung aufzubauen, bis es mir zu dumm wurde und ich die Optus-Servicehotline anrief.  Mir wurden sämtliche Einstellungen angesagt, und es funktionierte noch immer nicht. Bis schliesslich auch der Mann von der Hotline aufgab und mit Bedauern zugab, dass er da nicht mehr weiter wusste.   Eine halbe Stunde später hatte ich dann trotz Müdigkeit noch einen Geistesblitz und schaute beim Modem nach der Ländereinstellung - und siehe da, es war Deutschland eingestellt, ich stellte es auf Australien um - und die Einwahl klappte endlich.

30.4.2005 Noosa Heads - ein Tag am Strand

Sonnenuntergang in Noosa Heads

1.5.2005 Von Noosa Heads - Rainbow Beach bis Maryborough ca. 220km

In Maryborough checkten wir wieder in unserem vorjährigem Motel, dem "Mineral Sands Motel" ein. Der Motelbesitzer erkannte uns gleich wieder, begrüsste uns überschwänglich und fragte, ob wir denn noch immer unterwegs seien. Ich sagte: "Nein, nicht noch immer, sondern schon wieder" :-))

Da Sonntag war, war das angeschlossenen Restaurant aber leider geschlossen, also diesmal leider keine leckeren "Bundy Bananas" (Bananen mit Bundaberg - Rum, Eis und Schagsahne). Auf der Suche nach einer anderen Essensmöglichkeit fanden wir leider nur ein nobles Thai-Restaurant was nicht ganz nach meinem Geschmack war, mir wäre was uriges lieber gewesen. So nahmen wir diesmal mit "Hungry Jacks" (einer Fastfood-Kette) vorlieb.War gar nicht so schlecht...
Flea Market (Flohmarkt) in Gympie - hier machten wir einen kurzen Zwischenstopp....

Haben aber nichts besonderes gefunden - ich bin seit Neuesten immer auf der Suche nach Raritäten für Ebay :-))

Es darf natürlich nichts zu grosses sein - wegen der Gepäckbeschränkung - möglichst was kleines, wertvolles :-))

 

 

Rainbow Beach  - ein Nachmittag am Strand....

2.5.2005 Maryborough, Childers, Bundaberg bis Rockhampton ca. 420km

Heute fuhren wir die erste längere Strecke, ca. 400km. Mit kleinen Zwischenstopps in Childers, Bundaberg und Gladstone.

Mein erster Kontakt mit der Australischen Sonne hat mir ein lustiges "Muster" auf die Beine gebrannt, es sieht aus wie ein mehrarmiger Tintenfisch und kam anscheinend deswegen zustande, weil ich meine Sonnencreme scheinbar nicht gleichmässig genug aufgetragen hatte. 

Bundaberg - Hometown of Bundaberg Rum

Da heute Labourday war, herrschte in Bundaberg "Tote Hose"

In Rockhampton angekommen, fuhren wir wieder zu unser Motel vom Vorjahr, dem "Glenmore Hotel Motel" .Zu Abend gegessen haben wir im Glenmore Tavern / Bistro -  Kurti einen wässrigen Fisch, ich eine "Suppe", die wie eine Sauce für Spaghetti aussah und auch so schmeckte... ich mag ja gerne Spaghetti, aber mit wenig Sauce und vor allem nicht die Sauce alleine. Also eher enttäuschend. Im Vorjahr wars vorzüglich, entweder hat der Koch gewechselt oder wir haben das Falsche bestellt.

3.5.2005 Rockhampton über Mackay bis Airlie Beach ca. 440km

In der Früh begrüsste uns die Frau von "Lenny", dem Motelbesitzer und erkannte uns auch sofort wieder. Nichtsdestotrotz mussten wir weiterfahren.... wir hatten noch einige Kilometer vor uns, bis wir Cairns erreichen sollten.... Unterwegs am Bruce Highway, eine kleine "Raststätte" mit 3 Zapfsäulen und einem "Pub" wo wir unser Frühstück einnahmen.

Unterwegs im Outback.... Tankstelle und Pub

In the Middle of nowhere... am Bruce Highway
 

Aber hier gabs ein gutes Frühstück:

Fried Eggs, Bacon, Hash Browns und Toast

Dann weiter.... kilometerweit endlose Zuckerrohrfelder links und rechts der Strasse..... und sonst nichts. So gings weiter bis Mackay, der "Zuckerhauptstadt" Australiens.... dort machten wir einen kurzen Zwischenstopp und fuhren dann wieder weiter bis Airlie Beach.

Unsere Tagesetappe nach wiederum ca. 400km: Airlie Beach

Airlie Beach erwies sich wieder mal als teures Pflaster. Kein Motel unter AU$ 100,- (ca. € 60,-). teilweise sogar zu Preisen bis AU$ 140,- (€ 84,-). Unser bevorzugtes Motel (die "Airlie Beach Motor Lodge") hatte leider keinen Telefonanschluss am Zimmer und heute war "Ebay Tag" (Einstellgebühr 10 Cent, egal welcher Startpreis), ich musste also sehen, dass ich ins Netz kam, da ich einige Sachen - unter anderem meinen "alten" Laptop - einstellen wollte.

Unterwegs nach Airlie Beach hatten wir auch noch einen Altwarenladen besucht und dort einen alten Matchbox Flieger von 1976 erstanden. Eine Puppe wäre mir auch ins Auge gestochen - leider war die aber nicht verkäuflich, da sehr alt und sehr wertvoll. Scheine also doch auch einen "Riecher" dafür zu haben... Bei Ebay gehen diese guten Stücke teilweise um € 2000,-  (!!!) weg, wie ich gesehen habe.

Jedenfalls waren wir noch auf Motelsuche und haben dann in unserer "zweiten Wahl" eingecheckt (im Best Western Colonial Palms Inn).  Ein schönes Zimmer, leider ging aber scheinbar eine Ameisenstrasse mitten hindurch.... Wir mussten auf unser Gepäck aufpassen, damit die kleinen Viecher (halb so gross wie unsere herkömmlichen Ameisen) nicht versehentlich irgendwo reinkommen. Ich hatte keine Lust eine Ameisenzucht im Koffer mitzuschleppen. Im Badezimmer hatten sie "Fiesta" ich denk mir mal, dass das Nest irgendwo hinter dem eingebauten Spiegel liegen musste.....

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